30 Mompós, Barichara, Villa de Leyva, Zipaquirá, Bogotá, San Agustin


Das einzige was wir wissen ist: es sind ca. 170 Kilometer bis zum Fährhafen in Magangué. Dort müssen wir auf eine Fähre um nach Mompós zu gelangen. Und, wir haben keine Ahnung wie die Abfahrtszeiten der Fähren sind. Da auch an dieser Strasse gearbeitet wird, verzögert sich unsere Fahrt ziemlich. Es ist beinahe schon dunkel als wir am Fähranleger ankommen und natürlich geht heute nichts mehr. Morgen um 06.30 Uhr legt die erste Fähre ab, die wollen wir nehmen. Gegen ein kleines Trinkgeld dürfen wir hier übernachten. Doch an Schlaf ist nicht wirklich zu denken, die ganze Nacht ist hier Betrieb und wir sind schon bald eingekesselt von Lastwagen. Um 05.00 Uhr geht’s dann richtig los. Die Fähre legt an, ringsum werden schon mal die Motoren gestartet, Männer schreien herum, wir schauen dem emsigen Treiben einfach mal zu und machen schon einige Fotos. Die Fahrzeuge stehen hier kreuz und quer und wir fragen uns, wer da wohl den Überblick hat🤔. Doch es gibt den Oberaufseher und der hat alles im Griff, wir staunen wieder einmal mehr, das ist das organisierte Chaos. Jedenfalls sind auch wir um 06.00 Uhr auf dem Schiff. Um 07.00 Uhr legen wir dann ab, beinahe pünktlich. 1 ½ Stunden später fahren wir auf der anderen Seite von der Fähre. Jetzt sind es noch ca. 40 Kilometer bis Mompós.

Santa Cruz de Mompós (sein offizieller Name) liegt auf einer Insel, die von einem Arm des Magdalena-Flusses umgeben ist. Die Stadt wurde 1540 gegründet und war aufgrund ihrer strategischen Lage ein wichtiges Handelszentrum während der spanischen Herrschaft. Die Magdalena ist Kolumbiens längster Fluss und war in der Kolonialzeit der Haupttransportweg von der karibischen Küste ins Landeszentrum. Mompós war auch ein sicherer Ort für die Spanier, um Gold und andere Schätze vor der Belagerung durch Piraten zu schützen, und ein Zufluchtsort für die Familien, die vor den Piratenangriffen in Cartagena flüchteten. Es gibt hier fünf prächtige Kolonialkirchen und der Friedhof soll einer der schönsten Kolumbiens sein. Wir bleiben zwei Tage und flüchten dann auch hier wegen der unglaublichen tropischen Hitze und den vielen Mücken