34 Sucre, Tupiza, Tarija, Salta, Santa Maria, El Peñon, Belén, La Rioja
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18. August - 7. September 2019, KM 2'114

Am 27. August haben wir in Salta, Argentinien, einen Termin bei Mercedes-Benz. Unser Auto schreit noch einmal nach einem Service, diesmal will es den Grossen. Tun wir ihm doch den Gefallen. Um nach Salta zu gelangen, fahren eben noch einmal nach Sucre. Hier bleiben wir drei Tage, einfach weil es so schön ist und nette Leute auf dem Platz sind. Wir wollen eigentlich keine Strecke zweimal fahren, also bietet sich Tupiza und Tarija an. Tupiza ist einfach nur "nichtssagend" und vor allem staubig. Hingegen ist Tarija, ja sagen wir mal eine relativ saubere Stadt, die aber leider auch nicht viel zu bieten hat. Doch wir kommen zufällig an einem Lama- und Alpakamarkt der indigenen Bevölkerung vorbei. Das fasziniert uns sehr. Erstens erkennen wir, dass es viele verschiedene Arten von Lamas und Alpakas gibt, grössere und kleinere, kurzhaarige und langhaarige, gescheckte und einfarbige. Ein ziemlich grosses Lama erinnert uns sehr an eine Giraffe🤣. Es geht zu und her wie bei uns an einem Viehmarkt: den Tieren wird ins Maul geschaut, sie werden gemessen und bei jedem wird der Schwanz gehoben. Zweitens sind die Indigenen unter sich: alle in der traditionellen Kleidung, mit eigener Musik und Tänzen, vielen Ess- und Verkaufsständen. Dazwischen wenige Touristen mit ihren Kameras. Doch auch hier wieder, Lamas fotografieren ist kein Problem, doch bitte keine Menschen!
Am Grenzübergang zu Argentinien, in Aguas Blancas, inspizieren drei argentinische Zollbeamte unser Bischu aufs Gründlichste. Mit Taschenlampe wird jede Schublade, jedes Kästchen und sogar der Tresor durchleuchtet. Sie finden nichts und loben zum Schluss unser tolles Fahrzeug🤗.
Im nahegelegenen Parque Nacional Calilegua beschliessen wir die restlichen zwei Tage, bis zum Termin in Salta, mit wandern zu verbringen. Laut Info sind hier viele Vogelarten heimisch, aber auch der Tapir, verschiedene Kleintiere und Schlangen sind hier zu Hause. Leider wird nichts mit wandern, wir verlassen nach dem Frühstück fluchtartig den Park. Mit Mücken kenne ich mich ja mittlerweile aus, doch so eine Plage haben wir noch nie erlebt. Diesmal hat es auch, oder vor allem Peter erwischt. Also ein bischen schadenfreudig bin ich schon😉, auch wenn er es nicht so toll findet. Kurz bevor wir den Park verlassen, fliegt uns noch ein schöner Vogel vor die Linse. Name? Keine Ahnung. Wir fragen bei Herr und Frau Google nach, leider wissen sie es auch nicht.




Salta wird zu einem längeren Zwangsaufenthalt.  Bischu steht zwei Tage bei Mercedes, einen ganzen Tag für den grossen Service und einen Tag um die Bremsen an beiden Hinterrädern zu ersetzen. In der Zwischenzeit hat es Peter, zum ersten Mal auf unserer Reise, so richtig erwischt, Erbrechen, Durchfall, das volle Programm🤮. Woher auch immer, wir haben genau dasselbe gegessen. Dabei wollten wir es uns in Salta gutgehen lassen, hier gibt es sehr gute Restaurants. Leider wird nichts daraus. Dafür habe ich wieder einmal Zeit um stundenlang zu lesen. Und so werden aus den geplanten zwei, eben fünf Tage. Hauptsache ist, dass unser Fahrzeug nicht mehr motzt und Peter wieder fit ist👍.
Das Ende unserer Südamerikareise naht, Mitte Oktober soll das Schiff mit unserem Auto den Hafen von Montevideo verlassen. Wir haben noch ein Ziel in Argentinien, die Puna-Wüste. In El Peñon, einer Mini-Oase mitten im Nichts, buchen wir zwei Geländewagen-Touren. Die erste, ganztägige Tour führt uns zu den Lagunen Grande und Diamante, und zum Vulkan Galán. Weit über 100 Vulkane ragen aus der Hochebene empor, und ausser einigen Vikuñaherden, die auch hier, auf über 4000 M. ü. M. noch ausreichend Nahrung finden, gibt es nichts. Der Vulkan Galán ist mit über 40 Kilometer Kraterdurchmesser einer der grössten Weltweit. Er soll vor über 60 Millionen Jahren durch seinen Ausbruch das Aussterben der Dinosaurier in Südamerika verursacht haben. An der Laguna Grande treffen wir auf Scharen von Flamingos.  Am nächsten Tag geht es zum Campo de Piedra Pómez, (Bimsstein). Das ist ein Feld, oder besser gesagt eine Fläche von 32 x 26 km², (gemäss Reiseleiter) mit bizarren Bimssteinformationen, vom Farbspektrum  Ocker bis zu Schneeweiss. Hier hat man das Gefühl in einer anderen Welt zu sein. Wahrscheinlich waren das die letzten grossen Highlights unserer Reise😊.
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Ab jetzt geht es gemütlich und ohne Pläne langsam zurück nach Montevideo.
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